07.10.2009

Dienstag, 06.10.09

Der Tag begann nach einer eher kurzen Nacht um 7 Uhr sehr unsanft mit Licht einschalten und einem lauten "Guten Morgen". Mit dem kargen Frühstück geriet man leicht in den Rückstand, was dann auch die Abfahrt zu den jeweiligen Einsatzorten verzögerte. Der Lehrlingsverantwortliche von Zürich, Gian Chresta, kam zu Besuch und schloss sich der Gruppe an, in der auch ich eingeteilt war. Nach einer kurzen, wie immer etwas holprigen Fahrt, trafen wir auf dem Dorfplatz in Donat ein. Eine der Gruppen wunderte sich sehr, wieso ihr Auto so schlecht den Berg hinaufkam. Die Frage klärte sich dann aber relativ schnell, als man feststellen musste, dass während der ganzen Fahrt die Handbremse angezogen war. Unter allgemeinem Gelächter goss jemand Wasser auf die Bremse, es dampfte, zischte und stank schrecklich. Kurz darauf fuhren die verschiedenen Gruppen weiter zu ihren Einsatzorten. Der Förster der Gemeinde Donat erklärte uns sogleich was zu tun war. Die Arbeit stiess bei den meisten Gruppenmitglieder nicht gerade auf Begeisterung, doch wir hatten keine andere Wahl. Somit blieb uns nichts anderes übrig, als mit der mühseligen, mitunter etwas sinnlosen Arbeit zu beginnen. Nach etwa einer Stunde, die die einen mit dem Aufsammeln von Ästen, die anderen mit hilfreichem Nichtstun verbracht haben, konnten wir eine 40 minütige Pause aushandeln. Der Rest des Morgens verstrich eher langsam und das erlösende Mittagessen schien in weiter Ferne. Um ca. 12 Unr traf man sich zum gemeinsamen Mittagessen, das aus einem Sandwich, einer Banane und etwas Süssem bestand. Nach der erholsamen Mittagspause, in der man sich über die verschiedenen Arbeiten ausgetauscht hatte, kehrten alle an ihren Einsatzort zurück. Am Nachmittag nahmen wir es gemütlich und begaben uns schon um 4 Uhr auf den Heimweg. Im Lagerhaus angekommen stürmte man die Duschen und fand sich anschliessend zum Abendessen ein. Es gab einen köstlichen Risotto und ein Himbeermousse zum Dessert. Der Rest des Abends verbrachten manche beim Sport, die anderen mit Spazieren und wieder andere sassen gemütlich beim Kartenspiel zusammen, was einem irgendwie an ein Altersheim erinnerte.

Yves Schönbächler, Glattbrugg